Warum das suk­zes­si­ve Streben nach Materiellem dich in Ketten des Unglücks gefangen hält

Viele Verkaufen ihre Seele für den Preis des Unglücks

Wieviele Menschen tun beruflich im Leben etwas, was Sie nicht von innen heraus möchten?

Oft nur, weil andere es so wollen oder nur des Geldes wegen. In Prozenten ausgedrückt sind es mehr als die Hälfte aller Menschen. Der Preis dafür ist noch: Du bezahlst dafür mit deinem persönlichen Unglück und Unwohlsein.

Die Ursachen das zu tun, was du nicht möchtest, sind unterschiedlich. Einer der Hauptgründe ist der finanzielle Aspekt und die Angst. Du denkst dir, wie soll ich dann Geld verdienen? Wie soll ich überleben? Was ist, wenn es nicht klappt, wenn ich das tue, was ich mir wünsche?

Dazu habe ich auch ein aktuelles Beispiel und die zündende Idee für diesen Beitrag. Momentan bin ich als freiberuflicher Softwareentwickler unterwegs. Ich arbeite mit einem Kollegen gemeinsam in einem Büro. Viele Unternehmen, die mich als Freiberufler buchen möchten, erwarten die Auftragserfüllung 100% Vor-Ort. Dann könnte ich aber das schöne Büro nicht mehr nutzen. Ich liebe es, im eigenen Büro oder auch Home-Office genannt, zu arbeiten. Es ist ein Stück Freiheit und fühlt sich verdammt gut an.

Als ich im Zug nach Hamburg zum Vorstellungsgespräch für ein mehrmonatige Projekt fuhr, bei dem nur wenig Home-Office möglich sein sollte, spürte ich Widerstand in mir. Meine Gefühl sagte mir: „Nein!“. Gedanken folgten: „Was tust du da? Wenn du jetzt das Projekt bekommen würdest, müsstest du auf das tolle Büro verzichten. Obwohl du doch eigentlich mindestens 50 % im Home-Office arbeiten wolltest …“ Ich sagte noch während der Zugfahrt das Vorstellungsgespräch zum neuen Projekt ab und nahm auch in Kauf, in absehbarer Zeit kein Geld zu verdienen. Vermutlich hätte ich mit dem Projekt viel verdienen können. Aber ich wollte nicht meine Seele und meine inneren Werte für etwas verkaufen, was mir keine 100%-Freude bereiten würde.

Hinter jedem materiellem Wunsch steckt ein emotionaler Wunsch

Wenn du dich nach etwas Materiellem sehnst, steckt immer ein emotionaler Wunsch dahinter. Du kauft dir ein tolle Kleidung, damit andere dir Anerkennung schenken. „Du siehst aber gut aus.“ Du kaufst dir Dinge, damit andere sehen: „Der ist aber erfolgreich“. Du tust Dinge, die du eigentlich nicht tun würdest, um Liebe zu bekommen.

Was ist der Preis dafür?

Du schuftest Woche für Woche, damit du Geld verdienst und dir Dinge kaufen kannst, um dir die Leere zu befrieden, die tief in dir steckt. Aber während des Weges, um das Geld dafür aufzubringen oder das Ziel zu erreichen, fühlst du dich unwohl, weil du nicht das tust, was deinem Herzen entspringt. Weil dir die Tätigkeit nicht dein Gefühl befriedigt, was du eigentlich anstrebt. Der Moment der Befriedigung ist meist nur kurz. Du bekommst Wertschätzung und Liebe dafür, was du erreicht hast. Aber du gewöhnst dich schnell daran, wie auch deine Mitmenschen. Dann bekommst du schnell einen neuen materiellen Wunsch, um die emotionalen Wünsche von Respekt, Anerkennung und Liebe erfüllt zu bekommen.

Was ist das Ergebnis?

Durchgängiges Unglücklich- und Unwohlsein für kurze Momente von Erfülltheit.

Deshalb frage dich: Welche emotionalen Wünsche oder Mängel stecken hinter einem materiellen Wunsch oder einem Erfolgswunsch? Wie kannst du dir das Gefühl geben, ohne nach materiellen Dingen oder Erfolg zu streben?

Erst das Gefühl, dann das Materielle

Du musst dir erst das Gefühl geben, dann ist das Materielle nicht mehr so wichtig. Das Materielle ist sowieso immer ein Resultat deiner Gefühle. Sprich, wenn du das Gefühl der Freiheit in dir hast, wird dich das Leben mit Dingen der Freiheit beschenken. Wenn du das Gefühl des Reichtums in dir hast, wird dich das Leben mit materiellem Reichtum beschenken. Aber das ist nicht mehr so wichtig, wenn du das Gefühl in dir bereits befriedigt hast.

Ich gebe zu, das ist nicht immer einfach. Auch nicht für mich. Aber ich spüre, das dies der einzige Weg ist, um dauerhaft glücklich zu sein.

Warum das Materielle dich in Ketten des Unglücks gefangen hält

In unserer Kindheit wurden wir dazu erzogen, das wir Dinge tun müssen, um etwas zu erhalten. Wir mussten artig sein, damit wir eine Belohnung bekamen. Wir mussten ruhig sein, damit wir gestreichelt wurden. Ab einem bestimmten Kindesalter ist das bei vielen so üblich. Das Kind lernt, dass die Welt voller Bedingungen ist und erfahren keine richtige Liebe mehr, welche im Kern bedingungslos ist.

Als Baby gab es das Problem noch nicht. Wenn ein Baby schreit, gab es Milch.

So fädelt sich dieser Umstand bis ins Erwachsenenalter. Wir denken dann, wir müssten etwas tun, um das Gefühl der Liebe, Freiheit und Anerkennung zu ernten. Obwohl wir eigentlich gar nichts dafür tun müssten. Uns wird gesagt, kaufe dir dies und das, dann bekommst du das Gefühl. Indem uns Menschen gezeigt werden, die bestimmte Produkte konsumieren und das angestrebte Gefühl ausstrahlen.

Wir wurden dazu erzogen, etwas zu tun, was wir nicht wollen, um etwas zu bekommen, was wir bedingungslos bekommen könnten.

Wir sind so strebsam und konzentriert darauf, alles zu geben, um ein bestimmtes Gefühl zu bekommen, obwohl es doch sofort da sein könnte.

Gebe dir bedingungslos das, was dir fehlt

Unterbrich diesen Teufelskreislauf, indem du auf dein inneres hörst und nicht mehr auf diese materiellen Köder oder Statussymbole hereinfällst, nur um ein bestimmtes Gefühl zu spüren.

Liebe kannst du dir geben, indem du das tust, was dein Herz sich wünscht. Indem du dich nicht mehr verstellst, liebst du dich selbst. Ohne Bedingungen. Du musst nicht sein, wie jemand anderes. Wenn du dann Liebe ausstrahlst, weil du dich selbst liebst, werden dich andere dafür umso mehr lieben. Es ist paradox. Aber so ist es.

Oft musst du dafür aber Veränderungen in Kauf nehmen. Du musst authentisch sein. Du musst deine Meinung sagen, was dir gefällt. Du musst lernen nein zu dem zu sagen, was du nicht möchtest, anstatt ja oder vielleicht zu sagen.

Die größte Hürde wird wohl sein: … „Was werden dann die anderen wohl denken … “

Es ist egal, denn du gibst dir selbst den Respekt und die Anerkennung, die du brauchst.

Damit ich in der Zukunft oder später …

Kennst du ähnliche Sätze, die so beginnen? Solch ein Denken wird dich immer im Unglück gefangen halten. Denn du rennst einen Köder hinterher, der dich davor ablenkt, das zu tun, was dich tief befriedigen würde. Es ist das Bild des Esels mit der Möhre vor den Augen, der vor lauter Gier nicht um sich schaut und entdecken kann, dass ringsherum überall Möhren herum liegen.

Materielles ist nichts Schlechtes

… wenn es der Ausdruck deines inneren Selbst ist.

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Mein Name ist Sven Jaschan und ich beschäftige mich mit Entrepreneurship, Persönlichkeitsentwicklung, Erfolg und Glück.

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