Das zwanghafte Beschenken (An Feiertagen und Geburtstagen – und wie du dich davon befreist)

Dich nerven Feiertage total ab? Dir bereitet es totalen Stress, Geschenke zu besorgen? Hier ein paar Gedankenöffner für dich, warum das meiste Beschenken nichts mit Schenken von Herzen zu tun hat.

An vielen Feiertagen, unter anderem am Valentinstag, zu Weihnachten, zu Ostern und am Geburtstag wird sich ausgiebig beschenkt. Aber ist das wahrhaftes, ehrliches Beschenken? Ich finde nicht. Denn oft ist eine unbewusste Unfreiwilligkeit. Stell dir vor, es würde diese Feiertage nicht geben. Dann würde sich keiner so ausgiebig an diesen Tagen beschenken. Nur, weil es dieser Tag ist, wird sich beschenkt.

Bei Geburtstagen ist es noch viel schlimmer. Erhältst du ein Geschenk von jemanden, fühlst du dich dann nicht innerlich gezwungen, dem Schenkenden bei seinem Geburtstag auch ein Geschenk machen zu müssen? Spüre in dich hinein. Würdest du ein Geschenk erhalten und du schenkst dem Freund an seinem Geburtstag nichts zurück, wie fühlt sich dieser Gedanke an? Nicht gut oder? Und dieses Gefühl möchten wir nicht spüren. Wir möchten es vermeiden!

Zur Vermeidung des negativen Gefühls schenken wir dann zurück. Wir schenken nicht aus reiner Freude (von Herzen) oder weil wir es freiwillig gerne tun.

Bei Anlässen wie Weihnachten ist es ebenfalls so. Alle schenken sich etwas. Und würdest du nichts schenken, würdest du im schlechten Licht stehen. Und dann schenkst du ebenfalls, damit du nicht im schlechten Licht stehst.

Kann es das sein? Ich denke nicht.

Ich sage nichts gegen Schenken. Schenken ist wunderbar. Es ist eine wunderbare Wertschätzung.

Schenken ist in ein Geben ohne Nehmen und ohne Erwartung. Aber bei Weihnachten und Festtagen tun wir es oft nur, weil von uns ein Geschenk erwartet wird.

Wenn du Weihnachten magst und du gerne schenkst, dann ist alles super. Es ist wichtig, sich bewusst zu werden, warum du schenkst.

Nun kannst du dich einfach hinstellen und sagen. Ich schenke nichts mehr bei gesellschaftlichen Anlässen. Die Entscheidung ist mutig und wird auf Widerstand stoßen. Die Entscheidung ist okay.

Es gibt ein wunderbares Experiment. Gehe mal mit Freunden aus und gebe ihnen ein Bier aus. Vermutlich werden deine Freunde dir auch ein Bier ausgeben. Hier wirkt die gleiche Unbewusstheit. Deine Freude geben dir in diesem Beispiel nicht einfach so ein Bier aus. Sondern weil du ihnen eins ausgegeben hast.

Schenken von Herzen ist für mich:

Wenn ich es einfach spontan möchte, es ohne Bedingung bewusst tue. Weil mir allein der Gedanke Freude bereitet. Wenn es nicht durch äußere Begebenheiten gesteuert wird.

Wie siehst du das mit dem Schenken?

Schenkst du bewusst oder unbewusst?

 

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Mein Name ist Sven Jaschan und ich beschäftige mich mit Entrepreneurship, Persönlichkeitsentwicklung, Erfolg und Glück.

7 thoughts on “Das zwanghafte Beschenken (An Feiertagen und Geburtstagen – und wie du dich davon befreist)

  1. Philippe says:

    Von diesem Zwang konnte ich mich zum Glück schon lange lösen. Angefangen damit bewusst nur noch zu schenken, was auch gebraucht werden kann. Als ich später nach Thailand auswanderte war das Thema sowieso erledigt. Man feiert hier wohl etwas, aber es gibt keine Zwänge etwas schenken zu müssen. Man trifft sich einfach für ein schönes Essen und etwas Party machen. That’s it. Meine Freunde und Familie zu Hause erwarten eh nicht, dass ich Geschenke um die halbe Welt sende. Viel mehr freuen sie sich, etwas von mir zu hören. Meine Frau kriegt dieses Jahr eine Motorrad-Jacke von Alpinestars. Aber auch weil wir zusammen reisen werden und sie sich gut schützen sollte. Daher trifft es sich ganz gut, dass gleichzeitig auch Weihnachten ist. Die Jacke hätte ich ihr auch sonst geschenkt, aber so kann ich es halt auch nett präsentieren und damit noch mehr Freude machen.

    Euch allen wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit aus den Tropen. Morgen geht’s nach Phuket an den Strand. Juhuuu. LG Philippe

  2. Martje says:

    Hallo Sven,
    interessanter Artikel! Das Schenken zu bestimmten Anlässen, weil man es eben so tut, gefällt mir auch nicht besonders.
    Interessant finde ich bei deinem Experiment (Bier) die eigene Erwartungshaltung. Wenn du schenkst, dann weil du Freude daran hast und nichts dafür erwartest.
    Wenn sie sich dann revanchieren, wie nimmst du das Geschenk an? Als Gegenleistung oder als schöne Geste, warmes Gefühl, wasauchimmer? Freust du dich darüber?
    Liebe Grüße,
    Martje

    • my-Lifedesign
      my-Lifedesign says:

      Hallo Martje, lieben Dank für dein Kommentar. =) Ich freue mich natürlich sehr, wenn ich etwas geschenkt bekomme. Es muss nicht immer etwas Sachliches sein. Ich finde sogar, (liebevolle) Aufmerksamkeit ist ein Geschenk.
      LG
      Sven

  3. Ronja says:

    Hey Sven,
    Ich muss sagen, ich schenke super gerne. Ich habe auch dieses Jahr schon im Sommer damit angefangen an den Geschenken für Weihnachten zu planen und zu basteln. Meinen Liebsten möchte ich einfach gerne eine echte Freude machen und nicht irgendwas schenken, des Schenkens wegen.

    Natürlich gibt es aber auch die eine oder andere Situation, wo man sich im Zugzwang sieht, weil jemand, der einem vielleicht nicht so nahe steht, auch etwas geschenkt hat.

    Ich finde aber grundsätzlich ist Schenken eine tolle Geste und sollte immer Freude bereiten!

    Lieben Gruß. 🙂

  4. Lilly says:

    Ich schenke bewusst sehr gerne. Einfach mal einer Freundin was mitzubezahlen. Es kommt selten was zurück aber ich bin da zu gut und freue mich es getan zu haben. Weihnachten etwas zu schenken macht Freude, jedoch ist es ein Zwang. Es gab mal eine Zeit da konnte ich nicht viel schenken oder gar nichts. Das war schon sehr hart, so als Einzige in der Familie. Wenn man eine Beziehung hat sollte man sich auch mal öfter Freuden bereiten, das macht Spaß und hält die Beziehung spannend.

  5. monika says:

    Der Beitrag gefällt mir, obwohl ich die Überschrift ein bisschen irreführend finde. Denn zu dem Punkt „und wie du dich davon befreist“ findet sich hier nichts.
    Schade, denn dazu hätte ich gerne was gelesen.
    LG
    Monika

  6. Sven says:

    Ich habe früher auch nie etwas zu Weihnachten verschenkt. Mittlerweile habe ich das geändert, ich freue mich einerseits meinen Lieben etwas zu geben, von dem ich denke das es ihnen Freude bereitet und zum anderen freue ich mich natürlich auf die Geschenke die ich erhalte.

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